Osteoporosetherapie

Schätzungen zufolge leidet in Deutschland bereits fast jede dritte Frau und ungefähr jeder fünfte Mann über 50 Jahren unter Osteoporose. Das sind immerhin fast acht Millionen Menschen. Zwei Millionen Menschen haben in Deutschland aufgrund einer Osteoporose bereits einen Knochenbruch erlitten.

Meist vergehen Jahre, bevor die Krankheit erste Beschwerden verursacht. Je früher der Arzt den Knochenschwund erkennt, desto besser kann er sein Fortschreiten verhindern. Akute oder immer wiederkehrende Rückenschmerzen sind zumeist das erste Warnzeichen für eine Osteoporose. Die Krankheit wird aber oft erst dann erkannt, wenn bereits Knochenbrüche aufgetreten sind. Typische Brüche ereignen sich an den Wirbelkörpern, dem Oberschenkelhals oder dem Handgelenk.

Der Knochen besteht zu etwa einem Drittel aus einer Grundsubstanz, die durch spezielle Zellen, den Osteoblasten, hergestellt wird. Gegenspieler der Osteoblasten sind die Osteoklasten, deren Hauptaufgabe der Knochenabbau ist. Zwei Drittel der Knochenmasse sind Mineralstoffe, vor allem Calcium, die in diese Grundsubstanz eingelagert werden und dadurch dem Knochen erst die notwendige Härte verleihen.

In 95% der Fälle handelt es sich um die sog. primäre Osteoporose (d.h. die Osteoporose ist nicht eine Folge anderer Erkrankungen oder deren medikamentöser Behandlung bzw. deren Folgen). Im Gegensatz dazu ist bei einer sog. sekundären Osteoporose (in 5% der Fälle) eine andere Grunderkrankung verantwortlich, und/oder sie ist die Folge einer medikamentösen Therapie, z.B. die Behandlung mit Glukokortikosteroiden; oder aber eine starke Bewegungseinschränkung (Immobilisation, z.B. in Form von Bettlägerigkeit) führt zu einer sekundären Osteoporose.

Die Therapie erfolgt gemäß DVO-Leitlinie 2009:

Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose

Der Dachverband Osteologie ist die multidisziplinäre und Länder-übergreifende Vereinigung der wissenschaftlichen Gesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, die sich überwiegend oder mit einem Schwerpunkt mit Knochenerkrankungen beschäftigen.

In die Therapie fließen Beratung zur Lebensweise (Ernährung, Aktivität) und verschiedene Möglichkeiten der medikamentöse Unterstütung (Tabletten oder 3, 6, 12 Monats Infusionsbehandlung) ein.

Ein Individuell abgestimmtes Therapiekonzept wird so erarbeitet.